eintrittskarte für den himmel - oder mehr?!
Darf ich Dir kurz etwas aus meinem Leben erzählen? Es geht darum, was mein Leben bisher entscheidend geprägt hat:
Weißt
Du, ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen, d.h. meine Eltern glauben
beide an Gott und leben ihren Glauben aber auch ganz praktisch im Alltag aus.
So haben sie mir schon ganz früh Geschichten aus der Bibel erzählt,
mit mir gebetet und mich in den Gottesdienst mitgenommen. Dort habe ich mich
auch sehr wohl gefühlt – ich hatte Spaß mit meinen Freunden
dort und es war immer was los. Für mich war deshalb schon früh absolut
klar, dass es einen Gott gibt und dass die Bibel wahr ist – daran habe
ich auch nie gezweifelt.
Als ich so ungefähr 10 Jahre alt war, wurde ich mir immer unsicherer, ob
ich nun wirklich in den Himmel komme. Ich wusste, dass ich mich nur „bekehren“
muss, aber ich traute mich einfach nicht, es zu tun. Aber als die Angst vor
der Hölle (besonders am Abend im Bett) immer schlimmer wurde, ging ich
doch eines Abends zu meinen Eltern und sagte, dass ich mich bekehren wollte.
Sie beteten dann mit mir und ich dankte Jesus, dass er für mich am Kreuz
gestorben ist und bat ihn, dass er mir meine Sünden vergibt. Nachher lasen
mir meine Eltern noch folgenden Vers aus der Bibel vor, der im 23. Psalm steht:
„Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage
meines Lebens, und ich kehre zurück ins Haus meines Herrn lebenslang.“
Für mich bedeutete das soviel wie: Jetzt komme ich wirklich in den Himmel.
Du wirst jetzt denken, was soll das, da wird doch
nur kleinen Kindern Angst vor der Hölle gemacht. Aber es geht noch weiter.
Zunächst mal war ich wirklich hauptsächlich froh darum, dass ich jetzt
quasi die „Eintrittskarte“ für den Himmel hatte. Ich wurde
älter und kam in die Pubertät. Bei mir wirkte sich diese Zeit so aus,
dass ich mich völlig zurückzog, ich ließ keinen an mich heran,
vor allem nicht meine Eltern, die sich dann verständlicherweise Sorgen
machten. Obwohl ich in den Teenagerjahren sehr mit Unsicherheiten und teilweise
auch Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen hatte, weiß ich, dass
in dieser Zeit ein Entschluss in mir gewachsen ist – ein Entschluss, der
mit der Bekehrung in meiner Kindheit einen Anfang genommen hatte: Ich begann
zu verstehen, was für ein Geschenk doch der Tod von Jesus für mich
ist und dass ich deshalb Jesus mein Leben ganz überlassen kann. Ich merkte,
dass man mit Jesus eine richtig persönliche Beziehung aufbauen kann –
diese Entdeckung war einmalig!
Mit 16 Jahren entschloss ich mich, mich taufen zu
lassen. Damit wollte ich zeigen, dass ich von nun an wirklich Jesus der Herr
über mein Leben sein soll.
Vielleicht fragst Du Dich jetzt, was in meinem Leben jetzt eigentlich anders
ist, und was für eine Bedeutung diese Entscheidung für mich hat. Also,
ich bin jetzt bestimmt keine Heilige, ich mache immer wieder Dinge falsch, mir
kommen immer noch böse Gedanken.
Aber die Beziehung zu Jesus macht mein Leben so schön und – ja –
reich, ich kann immer zu ihm kommen und ihm alles sagen!
Es stimmt wirklich, was der Vers aussagt, den ich vorher erwähnt habe: Ich erlebe so viel Güte und Gnade in meinem Leben – und ich weiß, dass ich einmal für ewig bei Jesus sein werde.
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