das leben - eine einzige suche

Bewusst oder unbewusst, egal wie, wir suchen nach etwas, an dem wir festhalten können, ja irgendwas, das uns Sicherheit gibt. Ob es Gott wirklich gibt, war mir nicht klar, aber ich kümmerte mich auch nicht darum es herauszufinden. Ich wollte irgendwie Frieden mit mir, in mir und um mich herum. Doch durch Probleme mit meinen Eltern - oft gab es Streit und Schläge - griff ich mit der Zeit zu Drogen. Nach meiner Hauptschule kiffte ich mir regelmäßig die Birne zu und zu all dem betrank ich mich und nahm auch andere Drogen. Das ganze ging etwa 3 Jahre, bis ich in die Psychatrie eingeliefert wurde. Tja, ich bin total abgedriftet. Mein Denken war nicht mehr von dieser Welt.

Und was nun? Bewährung, keine Arbeit und meine Eltern wollten auch nichts mehr von mir wissen. Nach einem halben Jahr hatte ich dann die Möglichkeit in einer Einrichtung eine Lehre als Schreiner zu machen. Doch Drogen bestimmten dort immer noch mein Leben, ja, sie gehörten sogar zur Tagesordnung. Und wie so oft war ich wieder einmal kurz davor ins Gefängnis zu kommen, doch ich hatte 'Glück', meine Bewährung wurde verlängert. Dazu kam, dass ich Urinproben an den Richter abgeben musste und nach einiger Zeit war ich clean, zumindest was illegale Drogen betraf.

Mein damaliger Erzieher fragte mich einmal, ob ich nicht Lust hätte mit ihm in die Gemeinde zu gehn. Ich willigte ein. Was mir da entgegenkam, war Liebe und Freundlichkeit. Kein zorniges Gesicht, nichts. Ich erschrak und war erstaunt zugleich. In der Gemeinde lernte ich einen Schreinermeister kennen, bei dem ich dann bald arbeiten würde. Von ihm bekam ich auch ne Bibel geschenkt und einer der ersten Verse, die ich las waren:

"Wer Gott missachtet, zeigt mit jedem Wort seine Hartherzigkeit und wenn du lieber mit Spott hinweggehst, schadest du dir selber."

Das fand ich nicht dumm, und so begann ich regelmäßig in der Bibel zu lesen. Und mit den Wochen fing ich auch zu beten an: "Herr Jesus, Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann zeig dich doch bitte."

Der Schreinermeister erzählte mir einiges von Jesus Christus und so begann ich mich mehr und mehr dafür zu interessieren. Ich wusste jetzt: "Jesus Christus, ein komplett sündloser Mensch starb am Kreuz stellvertetend für unsere Sünden. Wenn wir aufrichtig darum bitten, dann vergibt Jesus uns unsere Schuld." Aber irgendwie konnte ich mein Leben Jesus nicht anvertrauen. Ich konnte nicht ganze Sache machen. Jesus Christus? Für uns gestorben? Kann ich nicht annehmen. Wie denn? Warum? Als ich dann auf einem Vortrag war, erzählte ein Mann wie sein Leben aussah und wie es jetzt aussieht, seit er mit Jesus geht. Ich war zutiefst gerührt - nicht nur ich habe ein scheiß Leben gehabt. Von Tränen gerührt übergab ich mein Leben Jesus Christus.

Wenn ich so zurückblicke, kann ich mit Überzeugung sagen, dass es sich lohnt. Er hat mir sehr viel geholfen: Ausbildung, Führerschein, Freunde, Liebe und Frieden. Und was mich persönlich am meisten freut ist, dass ich Jesus eines Tages sehen darf, dass ich das Erbe für die Ewigkeit habe. Ja, Jesus möchte uns unsere Schuld vergeben, er hat uns lieb, durch ihn können wir wieder eine Beziehung zu Gott haben. Drogen nehme ich auch keine mehr. Gut, ich hatte Rückfälle, aber mit Jesu Kraft habe ich es weitaus besser geschafft wie bisher. Alkohol trink ich keinen mehr. Und was auch absolut schön ist: Ich vertrage mich wieder mit meinen Eltern. Ich kann sogar zu meinen Eltern sagen, dass ich sie liebe. Das konnte ich früher nie.

Egal, ob du gut dastehst, oder ob es dir dreckig geht, vor Gott sind und bleiben wir alle gleich, nämlich Sünder. Doch durch Jesus können wir gerecht vor Gott stehen. Ist das nicht herrlich? Kehrt um und schaut auf Jesus Christus, unseren Erretter!
Als letztes noch: Jesus hat dich lieb - ehrlich, ich lüge nicht - er liebt dich mehr, als du es dir vorstellen kannst.

"Auch wenn ich nicht bei euch bleibe, sollt ihr doch Frieden haben. Meinen Frieden gebe ich euch, einen Frieden, den euch niemand auf der Welt geben kann. Seid deshalb ohne Sorge und Furcht."
(Johannes 14 Vers 27)


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