tine - glaube lohnt sich

Als ich 11 Jahre alt war, bekehrte sich meine Mutter. Ich war der Meinung, dass sie verrückt geworden sei und wollte mit dem christlichen Glauben nichts zu tun haben. Sie war begeistert von Jesus, von seiner Liebe und seiner Gnade für uns Menschen und erzählte mir sehr viel. Ich verschloss mich jedoch innerlich mehr und mehr und hasste es, wenn sie mir mal wieder eine ihrer “Predigten“ hielt.

Ich zweifelte nicht unbedingt an der Existenz Gottes aber ich konnte mir absolut nicht vorstellen, dass man eine persönliche Beziehung mit Jesus haben kann. Ich wollte mein Leben selbst in der Hand haben und meinen Willen durchsetzten wo es nur ging. Glaube war für mich nur ein Zwang und Gott sah ich als einen Spielverderber an.

Mit meiner Familie ging ich dann kurze Zeit eher gezwungenermaßen in die freie christliche Gemeinde nach Landau. Ein Jahr danach bekehrte sich dann auch mein Stiefvater. Ich ging in die Kinderstunde und in die Jungschar und hörte dort viel über Jesus. Ich war fasziniert davon, wie freundlich dort alle waren und ich merkte, dass sie etwas hatten, was ich nicht hatte: Den lebendigen Glauben an Jesus Christus.

Den genauen Zeitpunkt meiner Bekehrung weiß ich nicht aber ich glaube, dass es auf einer Theatervorführung über die Endzeit war, die in der Bibel beschrieben ist. Mir wurde klar, dass ich ohne Jesus verloren gehe und ich wusste, dass ich eine Entscheidung treffen musste. Nach der Veranstaltung war ein Aufruf zur Bekehrung und alle, die ihr Leben Jesus übergeben wollten, sollten ihren Arm heben und der Prediger würde danach mit ihnen beten. Es fand ein richtiger Kampf in mir statt, mein Arm war schwer wie Blei und ich konnte ihn nicht hochheben.
Aber Jesus ließ mich nicht los. Als ich dann abends nach Hause kam, kniete ich mich vor mein Bett und bat Jesus um Vergebung für mein sündiges Leben und meine Schuld, die ihn ans Kreuz genagelt hatte. Ich wusste jetzt, dass er für mich gestorben war und dass ich ab jetzt sein geliebtes Kind sein durfte.
Ich hatte immer große Angst vor dem Tod, aber ab diesem Abend war das eigentlich vorbei, weil ich jetzt wissen durfte, dass ich nach meinem Tod einmal bei Gott sein werde, in seiner Herrlichkeit. In 1. Joh. 1,9 steht:

"Wenn wir unsere Sünden bekennen ist er treu und gerecht,
dass er uns die Sünden vergibt
und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit."

Jesus begann nun, in meinem Leben zu wirken, doch leider ließ ich es oft nicht zu. So mit 14 Jahren dachte ich, dass ich als Christ ziemlich viel verpasse. Ich hinkte zwischen der Welt und Gott. Irgendwann ging ich dann auch nicht mehr in die Gemeinde, es war mir alles viel zu spießig und langweilig. Ein halbes Jahr später gab es in meiner Familie ziemlich heftige Probleme und ich zweifelte an Gottes Macht und an seinem Plan für mich.

Aber Gott hat mir dann echt gezeigt, dass er bei mir ist, gerade in dieser schwierigen Zeit. Er hat mich da durchgetragen und hat mir die Kraft geschenkt, vor allem meiner Mutter zu vergeben. Das hätte ich ohne ihn wahrscheinlich nie geschafft.
Gerade in dieser Zeit hat Gott mich dann wieder ganz nah zu sich gezogen. In Psalm 25,8 steht: "Der Herr ist gut und gerecht. Darum führt er die auf den richtigen Weg zurück, die ihn verließen."

Und das hab ich selber erfahren. Ich durfte die Entscheidung für Jesus immer wieder neu treffen und ich bin ihm so dankbar dafür, dass ich ihn finden durfte!
Am 21.9.2003 ließ ich mich dann taufen. Ich wollte vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt bezeugen, dass ich nie mehr ohne Jesus leben möchte und dass ich ihm nachfolgen will. Ich wünsche mir, dass sich Jesus in meinem Leben verherrlichen kann und das ich ein Licht für ihn sein kann in dieser Welt.


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